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24. Juli 2017

Der FC Basel erwacht – Der Weg zur Spitze beginnt – Teil 2

Nach verschiedenen Enttäuschungen in den Jahren 1910-1920 reagierte Präsident Carl Burkhardt mit der Verpflichtung des Deutschen Trainers Max Breunig. Er ist nach dem Engländer Percy Humphreys erst der zweite Trainer in der nun schon 30-jährigen Clubgeschichte. Bereits in seiner ersten Saison erreicht Breunig den guten 3. Rang in der Meisterschaft.

In der Saison 1922/23 investierten die Bebbi nach einem Überschuss von 3000 Franken in eine Clubzeitung. Beinahe unglaublich, 1925 trug Basel ein Spiel gegen Nacional Montevideo aus, dem 10000 Zuschauer auf dem Landhof beiwohnten. Der Matchball wurde übrigens aus einem Flugzeug (wir schrieben das Jahr 1925!) auf den Fussballplatz abgeworfen. Ebenfalls 1925 wurde der Schweizer Cup ins Leben gerufen. Der FCB gewann seinen ersten Cupmatch überhaupt mit 8:1 gegen  – den FC Horgen, was für die Partie gegen Wettswil-Bonstetten hoffentlich kein schlechtes Omen ist.

Originell der Schnitzelbank 1928 zu 35 Jahren FCB: «Fimfedrissig Johr, so stoht in dr Festschrift gschriebe, sig der FC Basel treu de Traditione bliebe, drum haltet au jetz wieder treu zur Parole: und lehn die andere Clubs d’Meisterschaft hole». Ein Meilenstein dann in der Saison 1932/1933. Mit einem 4:3 Sieg, errungen vor 15000 Zuschauern im Zürcher Hardturm gegen GC, gelang der erste Cupsieg der Geschichte (…viele weitere sollten folgen). Der erste Tiefschlag erfolgte 1938/1939 als Basel zum ersten Mal absteigen musste und bis 1942 in der ersten Liga verschwand.

Die Jagd nach Meistertiteln beginnt

Endlich, die Saison 1952/1953 brachte dem FCB den ersten Schweizermeistertitel ein. Unter Spielertrainer René Bader wirkte u.a. ein Spieler namens Seppe Hügi mit, der bei älteren Semestern auch heute noch ein Begriff ist. Für lange Zeit blieb dies der einzige Titel. Immerhin, in der Saison 1962/63 tauchte in der Mannschaftsaufstellung erstmals ein gewisser Karl Odermatt, welcher von Concordia BS zum FCB stiess, auf. Nur eine Saison später nahm man am Messestädte Cup (heute Europacup) teil und traf auf Bayern München. Nach einer 0:3 Heimpleite, trat man zum Auswärtsspiel erst gar nicht mehr an.

Der grösste und wohl wichtigste Coup der Vereinsgeschichte gelang 1964/65 dem damaligen Präsidenten Lucien Schmidlin. Er verpflichtete den damals 30-jährigen Helmut Benthaus vom FC Köln als Spielertrainer. Eine glanzvolle Zeit für Rot/Blau begann. In seiner Aktivzeit von 1965 – 1982 gelangen 7 Meistertitel und 2 Cupsiege, wobei das erste Double der Vereinsgeschichte im Jahre 1967, den Gewinn von Meisterschaft und Cup (was in dieser Saison mit der aktuellen Paarung in der ersten Runde gegen den FCWB wohl kaum zu wiederholen sein wird) errungen wurde.

Verrückte Transfertätigkeiten

Teofilo Cubillas, in seiner Zeit ein Weltstar, kam auf die Saison 1973/74 nach Basel. Im Viertelfinal des Cups der Landesmeister (heute Champions League) schnupperte der FCB an einer Sensation. Unvergesslich damals die Partie gegen Brügge, welche Basel unter der Regie von Cubillas 6:4 gewann. Schliesslich schied man in der Verlängerung der ¼-tel Finals aber nach Verlängerung gegen Celtic Glasgow aus. Der dritte Rang der Saison 1975/1976 hinter dem FCZ und Servette war eine Enttäuschung. Lag es daran, dass mit Karl Odermatt (zu YB), Ottmar Hitzfeld (zum VfB Stuttgart) und Goalie Marcel Kunz (zu Nordstern) drei FCB Grössen den Club verliessen?

Ein Tiefpunkt der zum Höhepunkt wurde

Finanziell am Boden, musste nach 95 Jahren Clubgeschichte nach der Saison 1987/1988 der bittere Abstieg und Weg in die zweitklassige Nationalliga B hingenommen werden. Nach langen Jahren in der Anonymität gelang unter Trainer Claude «Didi» Andrey 1994 der langersehnte Wiederaufstieg in die Nationalliga A. Dann, zur Jahrtausendwende begann der fast unaufhaltsame Weg des FC Basel. Unter Trainer Christian Gross zog man ins neue Stadion St. Jakob-Park ein und eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte begann. Lesen Sie darüber in Bälde.

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