Close

1. August 2017

Die Basler Dominanz im Schweizer Fussball beginnt – Teil 3

Nach 22 langen Jahren des Wartens, endlich, am 24. April des Jahres 2002 sicherte sich der FC Basel mit einem 3:0 auf dem Berner Neufeld (das Stade de Suisse war im Bau) gegen die Young Boys seinen 9. Meistertitel. Es begann ein Höhenflug wie wohl noch nie zuvor im Schweizer Fussball.

Nach diesem Triumph, die Begeisterung auf dem Barfüsserplatz nach dem Gewinn der Meisterschaft war kaum verstummt, gewann man im selbigen Jahr auch noch den Schweizer Cup durch einen 2:1 Sieg nach Verlängerung gegen die Grasshoppers. Und auch im UI-Cup stand man im Final, scheiterte aber an Aston Villa. Unter dem Präsidenten Werner Edelmann schrieb man internationale Geschichte bei der erstmaligen Teilnahme an der Champions League. Während in der Qualifikation dafür Celtic Glasgow ausgeschaltet wurde, wurde in den Gruppenspielen Fussball Europa bewegt. Nach den legendären Spielen gegen Spartak Moskau, Valencia und Liverpool qualifizierte man sich vor den Engländern und den Russen überraschend für die zweite Runde. Diese fand damals ebenfalls in Form von Gruppenspielen statt und nach heroischen Kämpfen gegen Manchester United, Juventus Turin und Deportivo La Coruna belegte man am Ende den dritten Platz und schied nur wegen der schlechteren Tordifferenz aus. Basel hatte in Europa erstmals ein Zeichen gesetzt.

Eine Frau, die first Lady von Basel, Gigi Oeri übernimmt

Wahrscheinlich zur Überraschung vieler, aber mit unglaublichem Erfolg und vielen zukunftsträchtigen Entscheidungen übernahm 2006 Gigi Oeri das Zepter als Präsidentin des FCB. 4 Meistertitel in Serie, 4 Cupsiege und der Wandel zu einem für Schweizerverhältnisse Fussballgiganten darf Gigi Oeri mitfeiern. Zum Abschluss ihres Wirkens 2011/12 die wohl erfolgreichste Saison Basels in der langen Clubgeschichte. Obwohl es mitten in der Saison zu einem Trainerwechsel von Thorsten Fink zu Heiko Vogel kam, wurde die Meisterschaft mit 20 Punkten Vorsprung auf Luzern gewonnen. Gegen den gleichen Gegner gewann man auch den Schweizer Cup und in Europa sorgte man wieder für Furore. Hinter Benfica Lissabon, aber vor Manchester United qualifizierte man sich für die Achtelfinals der Champions League, wo trotz Heimsiegs das Ausscheiden gegen Bayern München anstand.

Und dann kam er, smart-erfolgreich-erfolgreich-und erfolgreich

Nachfolger Oeris als Präsident wurde Bernhard Heusler. Mit Weitsicht, wohl überlegten Aktionen, viel Fussballverstand und vor allem einem stets perfekten Auftritt gegen Aussen prägte Heusler den FCB wie kaum ein zweiter. Es war die Zeit von Trainer Murat Yakin, der Rückkehr zahlreicher Auslandsspielern wie Alex Frei oder Marco Streller. Eine verschworene Einheit entstand, Spieler wie Sven Sommer, Stocker, Hakan Yakin, man kann hier nicht alle aufzählen, trugen in dieser Zeit das rotblaue Trikot. In der Europa League Saison 2012/13 stiess man nach Erfolgen über Dnipro Dnipropetrovsk, Zenit St. Petersburg und Tottenham bis ins Halbfinale vor, wo gegen das berühmte Chelsea Endstation war. 2013/14 wurde der 5. Meistertitel in Serie erreicht, und so brach der FC Basel einen über 50-jährigen Rekord im Schweizer Fussball. Damals hatten die Young Boys aus Bern (1957-1960) vier Meistertitel in Serie errungen. Ehe Bernhard Heusler zum Ende der letzten Saison den Führungsstab an Bernhard Burgener übergab, durfte er insgesamt 5 Meistertitel und 1 Cupsieg mitfeiern. Herr Heusler, wir ziehen den Hut. Nun hat die aktuelle Saison 2017/18 begonnen. Viel wurde beim FCB verändert. Lesen Sie darüber und über die sich anbahnende, vielleicht grösste Negativüberraschung Basels im Schweizer Cup (natürlich darf geschmunzelt werden) vom 13. August im Wettswiler Moos-Stadion. Wer es noch nicht getan hat, sollte sich jetzt dringend mit Tickets eindecken, das Spiel steuert auf einen Zuschauerrekord hin. Tickets sind übrigens via www.ticketcorner.ch oder an fast jeder Poststelle zu beziehen. Hiermit endet die Vergangenheitsgeschichte des FCWB. Nun heisst es sich auf das Aktuelle zu fokussieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.